Pappnasen & Tanzbären: Kuriose Faschingsurteile Teil 1


Die heiße Phase der fünften Jahreszeit ist vorbei: Kneipen und Straßen waren voll, viele Närrinnen und Narren auch. Wild ausgelassene Partys mit stürmischen Tänzen stehen erfahrungsgemäß auf dem Programm. Dass die überschäumende Stimmung in den Tanzbereichen auch Gefahren mit sich bringt, wird von den Jecken oft zu spät bemerkt. Sind sie schließlich wieder bei Sinnen, werden die Geschehnisse aufgerollt – auch vor Gericht.

Kuriose Faschingsurteile Teil 1

So ist ein Partygast von einer stürmischen und dadurch stürzenden Tänzerin zu Boden gerissen und verletzt worden. Der (für seinen Geschmack) zu heftig Angetanzte verlangte Schmerzensgeld für die erlittenen Stauchungen – allerdings ohne Erfolg. Weil die Tänzerin nicht betrunken gewesen ist, war ihr keine „verschuldete Ausfallerscheinung“ anzulasten. (Oberlandesgericht Celle, 9 U 283/01)

Anders entschied das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg. Die nordischen Richter standen einer Frau bei, die auf einer Party von einem Tanzpartner (gegen ihren Willen) so stark über das Parkett geschleudert wurde, dass beide aus einem geöffneten Fenster stürzten und die Frau sich schwer verletzte. Der wilde Tänzer wurde dazu verdonnert, sowohl für die Behandlungskosten der Dame aufzukommen als auch ein Schmerzensgeld an sie zu zahlen. (AZ: 6 U 262/98)

Quelle: Antenne.de